Prime-Real-Estate gehört 2026 zu den teuersten Immobiliensegmenten der Welt. In besonders gefragten Lagen werden für hochwertige Wohnungen und Häuser Quadratmeterpreise erreicht, die ein Vielfaches des normalen lokalen Immobilienmarktes betragen. Monaco, St. Moritz und Manhattan gehören dabei zu den internationalen Spitzenmärkten.
Allerdings sind die Preisangaben verschiedener Immobilienmarktstudien nicht immer unmittelbar miteinander vergleichbar. Manche Anbieter verwenden Durchschnittspreise für Luxusimmobilien, andere betrachten das sogenannte „Prime“-Segment oder besonders hochwertige Transaktionen. Auch Wechselkurse spielen eine Rolle.
Prime-Immobilienpreise 2026 im Vergleich
Die folgenden Werte geben eine Orientierung für das gehobene bis sehr hochwertige Wohnimmobiliensegment:
| Standort | Prime-/Luxuspreis 2026, ca. | Währung/Basis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| St. Moritz | ca. 66.500 US-$ bzw. rund 57.000–58.000 € | US-$ / m² | weltweit eines der teuersten Luxusmärkte |
| Monaco | ca. 62.000 US-$ bzw. rund 53.000–54.000 € | US-$ / m² | extrem knappes Angebot |
| New York/Manhattan | ca. 39.000 US-$ bzw. rund 33.000–34.000 € | US-$ / m² | teuerster US-Luxusmarkt |
| London | etwa 30.000 US-$ bzw. rund 25.000–26.000 € | US-$ / m² | starke Mikrolagen-Unterschiede |
| Kitzbühel | ca. 22.000–30.000 € | € / m² | Spitzenlagen und Freizeitwohnsitze |
| Mallorca | stark lageabhängig; Spitzenvillen deutlich über 10.000 €/m² | € / m² | Südwesten besonders teuer |
Die internationalen Vergleichswerte von UBS zeigen für 2026 St. Moritz mit durchschnittlich etwa 66.500 US-Dollar pro Quadratmeter an der Spitze der ausgewählten internationalen Luxusmärkte. Monaco folgt mit mehr als 62.000 US-Dollar und Manhattan mit rund 39.000 US-Dollar.
St. Moritz: Luxusimmobilien an der Weltspitze
St. Moritz gehört zu den teuersten Wohnimmobilienstandorten weltweit. UBS nennt für das Luxussegment einen durchschnittlichen Wert von etwa 52.000 Schweizer Franken pro Quadratmeter. Im internationalen Vergleich entspricht dies rund 66.500 US-Dollar pro Quadratmeter.
Damit liegt St. Moritz noch vor Monaco und Aspen. In besonders exklusiven Mikrolagen können die Preise laut UBS sogar die Marke von 100.000 US-Dollar pro Quadratmeter überschreiten.
Ein wichtiger Faktor ist die extrem begrenzte Verfügbarkeit hochwertiger Immobilien. Hinzu kommen die internationale Bekanntheit des Engadins, die Nachfrage wohlhabender Käufer und die begrenzte Zahl geeigneter Grundstücke.
Auch langfristig hat sich der Markt stark entwickelt: UBS zufolge sind Luxusimmobilien in den Schweizer Bergregionen inzwischen rund 40 Prozent teurer als vor fünf Jahren.
Monaco: Mehr als 50.000 Euro pro Quadratmeter
Monaco nimmt aufgrund seiner außergewöhnlichen Flächenknappheit eine Sonderstellung ein. Das Fürstentum verfügt über eine Fläche von etwas mehr als zwei Quadratkilometern und weist deshalb eine außergewöhnlich hohe Konzentration von Luxusimmobilien auf.
Savills nennt für Monaco auf Basis der aktuellen monegassischen Statistik einen durchschnittlichen Preis von 57.569 Euro pro Quadratmeter. Im Stadtteil Larvotto wurde 2025 sogar ein Durchschnitt von 71.167 Euro pro Quadratmeter erreicht.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Neubausegment. 2025 wurden in Monaco 64 Neubauverkäufe registriert. Bei 35 dieser Transaktionen lag der Kaufpreis über 20 Millionen Euro, fünf Verkäufe überschritten sogar die Marke von 100 Millionen Euro.
Monaco ist damit nicht nur ein Luxusmarkt, sondern ein Beispiel dafür, wie extreme Grundstücksknappheit die Preise auf ein außergewöhnliches Niveau treiben kann.
New York: Manhattan bleibt der teuerste US-Markt
Auch New York gehört zu den internationalen Zentren des Prime-Real-Estate-Marktes. UBS nennt für Manhattan einen durchschnittlichen Luxusimmobilienpreis von etwa 39.000 US-Dollar pro Quadratmeter.
Die Preisunterschiede innerhalb New Yorks sind allerdings enorm. Entscheidend sind unter anderem:
- Lage und Stadtteil
- Blick auf Central Park oder Hudson River
- Gebäudequalität
- Etage
- Größe und Grundriss
- Concierge- und Serviceangebote
- Neubau oder Altbau
- Ausstattung und Renovierungszustand
Savills berichtet für New York im ersten Halbjahr 2026 von einem Anstieg der Prime-Kapitalwerte um 2,4 Prozent. Gleichzeitig lagen die Preise für Prime-Immobilien bei knapp 2.700 US-Dollar je Quadratfuß, was ungefähr 29.000 US-Dollar je Quadratmeter entspricht. Die unterschiedlichen Werte erklären sich unter anderem durch unterschiedliche Definitionen des Prime-Segments.
London: Prime-Lagen bleiben außergewöhnlich teuer
London gehört trotz eines teilweise anspruchsvollen Marktumfelds weiterhin zu den wichtigsten globalen Standorten für Prime-Immobilien.
Besonders teuer sind beispielsweise Mayfair, Knightsbridge, Belgravia, Chelsea und Teile von Kensington. Dabei können hochwertige Neubauten und Trophy Properties erheblich über dem Durchschnitt liegen.
Knight Frank führt London weiterhin als einen der wichtigsten globalen Prime-Residential-Märkte. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung 2026, dass die einzelnen Märkte zunehmend auseinanderlaufen. Im ersten Halbjahr 2026 gingen die Prime-Kapitalwerte in London laut Savills um 1,9 Prozent zurück.
Für einen internationalen Vergleich sollte deshalb nicht nur ein einzelner Londoner Durchschnittswert betrachtet werden. Zwischen einer hochwertigen Wohnung in einer guten Lage und einem außergewöhnlichen Penthouse in Knightsbridge können mehrere Preisstufen liegen.
Kitzbühel: Österreichs Premium-Adresse in den Alpen
Kitzbühel ist insbesondere für hochwertige Ferienimmobilien, Chalets und Wohnungen interessant. Der Markt wird durch die begrenzte Verfügbarkeit geeigneter Grundstücke sowie die hohe Nachfrage nach Freizeitwohnsitzen geprägt.
UBS nennt für das gehobene Segment in Kitzbühel etwa 15.000 Schweizer Franken beziehungsweise rund 16.000 Euro pro Quadratmeter. Damit ist Kitzbühel die teuerste der von UBS untersuchten österreichischen Alpindestinationen.
Für echte Prime-Lagen liegen die Preise allerdings deutlich höher. Nach Angaben von Engel & Völkers bewegen sich Eigentumswohnungen in sehr guten Lagen des Bezirks Kitzbühel bei etwa 22.000 bis 30.000 Euro pro Quadratmeter. Für einzelne Spitzenobjekte wurden mehr als 17.000 Euro pro Quadratmeter als tatsächlich erzielter Höchstpreis im Jahr 2025 ausgewiesen, während Prime-Angebote teilweise deutlich darüber liegen.
Damit zeigt Kitzbühel besonders deutlich, warum Durchschnittswerte und echte Spitzenpreise voneinander abweichen können.
Mallorca: Luxusmarkt mit großen regionalen Unterschieden
Mallorca ist kein einheitlicher Prime-Immobilienmarkt. Zwischen Palma, Port d’Andratx, Bendinat, Puerto Portals, Deià, Sóller und den östlichen Küstenregionen bestehen erhebliche Preisunterschiede.
Knight Frank beschreibt den Südwesten zwischen Port d’Andratx, Bendinat und Portals weiterhin als Blue-Chip-Region. Hochwertige Villen mit Meerblick können dort mehr als 15 Millionen Euro kosten.
Interessant ist der Vergleich mit der Ostküste. In Santanyí, Porto Petro und Porto Colom werden hochwertige Villen mit etwa 500 Quadratmetern laut Knight Frank häufig für 6 bis 6,5 Millionen Euro angeboten beziehungsweise gehandelt. Das entspricht grob 12.000 bis 13.000 Euro pro Quadratmeter. Im Südwesten können vergleichbare Objekte ungefähr doppelt so teuer sein.
Knight Frank erwartet für den Prime-Markt Mallorcas 2026 ein Preiswachstum von ungefähr 2 bis 4 Prozent.
Quadratmeterpreise sind nicht überall direkt vergleichbar
Bei einer Tabelle mit internationalen Luxusimmobilien sollte immer berücksichtigt werden, dass „Prime Real Estate“ nicht weltweit einheitlich definiert ist.
Einige Studien untersuchen beispielsweise die teuersten 5 oder 10 Prozent eines Marktes. Andere betrachten Luxusimmobilien in ausgewählten Gemeinden oder besonders hochwertige Transaktionen.
Hinzu kommen Unterschiede zwischen:
- Angebots- und Verkaufspreisen
- Wohnungen und Villen
- Neubauten und Bestandsobjekten
- Prime- und Super-Prime-Immobilien
- Durchschnitts- und Spitzenpreisen
- lokaler Währung und Umrechnung in Euro oder US-Dollar
Der Vergleich eignet sich daher vor allem für eine Größenordnung, nicht als exakte Preisliste für jede Immobilie.
Wo sind die Preisunterschiede besonders groß?
Ein interessanter Faktor ist die sogenannte Mikrolage. Selbst innerhalb einer einzigen Stadt oder Ferienregion können sich die Quadratmeterpreise stark unterscheiden.
In Monaco reicht das beispielsweise von durchschnittlich rund 43.800 Euro pro Quadratmeter in Les Moneghetti bis über 71.000 Euro in Larvotto.
In Kitzbühel wiederum unterscheiden sich zentrale Premiumlagen, Berglagen und weniger gefragte Bereiche erheblich. Bei Wohnungen nennt Engel & Völkers für sehr gute Lagen 2026 eine Preisspanne von etwa 22.000 bis 30.000 Euro pro Quadratmeter.
Auf Mallorca kann bereits die Entscheidung zwischen Südwest- und Ostküste einen erheblichen Preisunterschied ausmachen.
Entwicklung des globalen Prime-Immobilienmarktes
Trotz der hohen Preise war die Entwicklung 2025 nicht überall gleich. Knight Frank ermittelte für die 100 untersuchten internationalen Prime-Märkte einen durchschnittlichen Preisanstieg von 3,2 Prozent im Jahr 2025. 73 der 100 Märkte verzeichneten Preissteigerungen, während 24 Märkte rückläufig waren.
Für 2026 erwartet Knight Frank weiterhin ein relativ moderates Preiswachstum. Für 20 globale Städte wird ein durchschnittlicher Anstieg von etwa 1,6 Prozent prognostiziert. Für 2027 wird mit 2,2 Prozent gerechnet.
Das zeigt: Ein extrem hoher Quadratmeterpreis bedeutet nicht automatisch, dass die Preise jedes Jahr stark steigen.
Warum Prime-Immobilien so teuer sind
Mehrere Faktoren wirken zusammen:
Begrenztes Angebot
In Monaco ist die Fläche physisch begrenzt. In St. Moritz und Kitzbühel begrenzen Topografie, Baurecht und Verfügbarkeit geeigneter Grundstücke das Angebot. Mallorca verfügt zwar über deutlich mehr Fläche, aber hochwertige Küsten- und Berglagen sind ebenfalls begrenzt.
Internationale Nachfrage
Prime-Immobilien werden von einer internationalen Käuferschicht nachgefragt. Damit hängt die Preisentwicklung weniger von den Einkommen der lokalen Bevölkerung ab als im normalen Wohnungsmarkt.
Lifestyle-Faktor
Meerblick, Skigebiet, Yachthafen, internationale Schulen, Gastronomie und kulturelle Angebote können den Preis erheblich beeinflussen.
Vermögensschutz
Für sehr vermögende Käufer ist eine hochwertige Immobilie teilweise auch ein langfristiges Sachwert- und Standortinvestment. Knight Frank sieht Vermögensbildung, internationale Mobilität und die Suche nach knappen Immobilien als zentrale Kräfte des globalen Prime-Marktes.
Fazit: Monaco und St. Moritz gehören 2026 zur globalen Spitze
Die internationalen Prime-Immobilienmärkte zeigen 2026 ein außergewöhnlich hohes Preisniveau.
St. Moritz erreicht bei Luxusimmobilien laut UBS durchschnittlich rund 66.500 US-Dollar pro Quadratmeter, während Monaco mit mehr als 62.000 US-Dollar folgt. Manhattan liegt mit etwa 39.000 US-Dollar pro Quadratmeter ebenfalls deutlich über dem internationalen Durchschnitt.
London bleibt ein zentraler europäischer Prime-Markt, wobei die Preise stark nach Mikrolage und Objektqualität differieren. Kitzbühel erreicht in seinen besten Lagen etwa 22.000 bis 30.000 Euro pro Quadratmeter, während Mallorca eine besonders große regionale Spreizung aufweist: Von den hochwertigen Küstenlagen im Südwesten bis zu den zunehmend gefragten Regionen im Osten reicht das Preisniveau über mehrere Stufen.
Die wichtigste Erkenntnis für den internationalen Vergleich lautet deshalb: Nicht nur die Stadt oder Region entscheidet über den Quadratmeterpreis, sondern vor allem die konkrete Mikrolage, Aussicht, Objektqualität, Grundstückssituation und rechtliche Nutzbarkeit.