Das Vermögen in Österreich ist ein zentrales Thema in der wirtschafts‑ und sozialpolitischen Debatte. Während das Land im internationalen Vergleich zu den wohlhabenderen gehört, zeigen nationale Statistiken, dass Vermögen sehr ungleich verteilt ist: Große Teile des Gesamtvermögens liegen in den Händen weniger Personen oder Haushalte, viele besitzen hingegen nur geringe finanzielle Reserven.
1. Gesamtvermögen und Vermögenshöhe
- Das Nettovermögen der privaten Haushalte in Österreich – also der gesamte private Besitz abzüglich Schulden – beträgt rund 1,8 Billionen Euro. (Arbeiterkammer Oberösterreich)
- Österreich rangiert im globalen Vermögensranking im oberen Bereich: Im Allianz‑Global‑Wealth‑Report 2024 lag das durchschnittliche Finanzvermögen pro Kopf bei etwa 75.770 €, was Österreich auf Platz 17 der reichsten Länder in diesem Ranking brachte. (die-nachrichten.at)
2. Vermögensverteilung – große Ungleichheit
Die Verteilung des Vermögens in Österreich ist stark verzerrt – einige wenige besitzen einen sehr großen Anteil, während ein großer Teil der Bevölkerung nur wenig besitzt:
Reiche vs. weniger Vermögende
- Die reichsten 1 % der Haushalte besitzen etwa 40 % des gesamten Nettovermögens. (Arbeiterkammer Oberösterreich)
- Die reichsten 5 % der Bevölkerung halten über 50 % des Gesamtvermögens. (Attac Österreich)
- Im Gegensatz dazu gehört die ärmere Hälfte der Haushalte nur auf einen sehr kleinen Anteil des Vermögens – oft weniger als 5 % des Gesamtvermögens. (VOL.at)
Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark das Vermögen in Österreich auf wenige Haushalte konzentriert ist.
3. Reichtum und finanzielle Polster
- Für viele Haushalte ist das Vermögen begrenzt: 50 % der Privathaushalte besitzen weniger als einen sehr kleinen Anteil des Gesamtvermögens – vergleichbar mit dem Wert von ein oder zwei gebrauchten Autos plus etwas Erspartem. (Arbeiterkammer)
- Sehr hohe Vermögen (z. B. jenseits von mehreren Millionen Euro) sind nur bei einem kleinen Prozentsatz der Bevölkerung verbreitet, z. B. rund 5 % der Österreicher besitzen überhaupt ein Vermögen von mehr als einer Million Euro. (Schätzwerte auf Basis diskursiver Daten) (Reddit)
4. Ursachen und Struktur der Vermögensungleichheit
Die Gründe für die starke Ungleichheit sind vielfältig:
- Erbschaften und Schenkungen spielen eine große Rolle und tragen zur Konzentration von Vermögen bei – oft über Generationen hinweg. (Arbeiterkammer Wien)
- Finanzielle Anlageformen (Aktien, Fonds) und Immobilien gehören stärker wohlhabenden Haushalten, die über größere Vermögensmengen verfügen.
- Viele Haushalte besitzen nur geringe finanzielle Reserven und sind kaum gegen finanzielle Risiken abgesichert.
5. Entwicklungstendenzen
- Eine Analyse zeigt, dass 400 sehr wohlhabende Österreicher*innen rund 37 % des Finanzvermögens kontrollieren – ein Beleg dafür, wie extrem reichste Einzelpersonen Vermögen anhäufen können. (The International)
- Trotz wirtschaftlicher Veränderungen bleibt die Vermögensungleichheit in Österreich über Jahre hinweg stabil hoch, ohne klare Abnahme in den letzten Dekaden. (VOL.at)
6. Fazit
Die Vermögensstatistik Österreichs zeigt:
- Österreich gehört im globalen Vergleich zu den relativ wohlhabenderen Ländern, gemessen am durchschnittlichen Pro‑Kopf‑Vermögen. (die-nachrichten.at)
- Die Vermögensverteilung ist aber sehr ungleich: Ein kleiner Teil der Bevölkerung hält einen sehr großen Anteil des Vermögens, während viele Haushalte nur geringe finanzielle Reserven besitzen. (Arbeiterkammer Oberösterreich)
- Die reichen 1–5 % dominieren den Vermögensbesitz, während die untere Hälfte kaum relevanten Vermögensanteil hat. (VOL.at)
Diese Ungleichverteilung ist ein zentrales sozioökonomisches Thema, das Auswirkungen auf soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Chancen und politische Debatten hat – etwa zu Steuern, Erbschaften oder Vermögensabgaben.
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